Finanzen

Wohnkosten-Rechner

Was kostet dich deine Wohnung monatlich warm – und wie hoch ist die Belastung im Verhältnis zu deinem Einkommen?

800
200 € 8.000 €
150
0 € 500 €
100
0 € 500 €
3.000
500 € 20.000 €
Warmmiete
1.050
Belastungsquote
35,0%
Wohnkosten pro Jahr
12.600

ℹ️ Warmmiete = Kaltmiete + Nebenkosten + Heizkosten. Belastungsquote = Warmmiete / Nettoeinkommen. Werte über 30–40 % gelten als kritisch.

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Wohnkosten – Was dein Dach über dem Kopf wirklich kostet

Die Warmmiete ist nur die Spitze des Eisbergs. Strom, Internet, GEZ, Hausratversicherung und Instandhaltungsrücklage addieren oft nochmal 200-400 € im Monat. Dieser Rechner zeigt dir deine echten monatlichen und jährlichen Wohnkosten – relevant für Budgetplanung und den Vergleich Miete vs. Kauf.

Warum dieser Rechner? Banken rechnen bei der Kreditvergabe mit Pauschalansätzen für Wohnkosten. Der Rechner zeigt die realistische Belastung und hilft dir, die 30-40 %-Regel (Wohnkosten vom Netto) zu prüfen.

So funktioniert der Wohnkosten-Rechner

Der Rechner summiert alle wiederkehrenden Kosten rund ums Wohnen: Kaltmiete (oder Zins+Tilgung bei Eigentum) + Nebenkosten + Heizung + Strom + Internet + GEZ + Versicherungen + Rücklagen. Ergebnis: deine monatliche und jährliche Gesamtbelastung sowie der Anteil am Nettoeinkommen.

Rechenbeispiele aus der Praxis

Beispiel 1: Single in der Stadt

800 € Kaltmiete, 150 € Nebenkosten, 80 € Heizung, 60 € Strom, 40 € Internet, 18,36 € GEZ, 10 € Haftpflicht/Hausrat = 1.158 € gesamt. Bei 2.500 € netto sind das 46 % – über der empfohlenen 40-%-Grenze. Entweder mehr verdienen oder günstiger wohnen.

Beispiel 2: Familie im Eigenheim

1.200 € Kreditrate (Zins+Tilgung), 200 € Nebenkosten, 120 € Heizung, 100 € Strom, 50 € Internet, 18,36 € GEZ, 30 € Versicherungen, 150 € Instandhaltungsrücklage = 1.868 € gesamt. Bei 4.500 € Familieneinkommen 41,5 % – gerade noch vertretbar.

Beispiel 3: Eigentum vs. Miete

Vergleich Mietwohnung 900 € warm vs. Eigentumswohnung mit 1.100 € Rate+Nebenkosten+Rücklage: oberflächlich 200 € monatlicher Unterschied. Aber beim Eigentum ist Tilgung Vermögensaufbau, bei Miete nicht. Der Rechner zeigt die echte Belastung getrennt von der Vermögenswirkung.

4 Tipps für niedrigere Wohnkosten

  1. 40-%-Regel beachten: Deine warmen Wohnkosten (Miete/Hausgeld+Strom+Internet+GEZ) sollten maximal 40 % deines Nettos betragen. Sonst fehlt Puffer für andere Ausgaben.
  2. Nebenkostenabrechnung prüfen: Bis zu 30 % aller Nebenkostenabrechnungen sind fehlerhaft. Prüfe sie genau oder lass sie vom Mieterverein checken.
  3. Stromtarif jährlich wechseln: Wer nie wechselt, zahlt oft 10-20 ct/kWh zu viel. Bei 3.000 kWh sind das 300-600 €/Jahr.
  4. Instandhaltungsrücklage ernst nehmen: Als Eigentümer 1-2 €/qm/Monat zurücklegen. Eine neue Heizung für 15.000 € kommt garantiert – sei vorbereitet.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Belastungsquote?

Als Faustregel gilt: Die Warmmiete sollte nicht mehr als 30 % des Haushaltsnettoeinkommens betragen. Alles über 40 % wird als kritisch angesehen und schränkt den finanziellen Spielraum stark ein.

Was zählt zur Warmmiete?

Die Warmmiete ist die Summe aus Kaltmiete (reine Miete für die Wohnfläche), kalten Nebenkosten (Müll, Wasser, Treppenhausreinigung, Versicherung) und Heizkosten (Heizung und Warmwasser).

Wie kann ich meine Wohnkosten senken?

Möglichkeiten sind: einen günstigeren Strom- oder Gasanbieter wählen, die Heizung ein Grad runterdrehen, Nebenkosten prüfen und ggf. Widerspruch einlegen oder in eine kleinere Wohnung umziehen.

Was passiert, wenn die Belastungsquote zu hoch ist?

Eine zu hohe Belastungsquote lässt wenig Spielraum für Sparraten und unerwartete Ausgaben. Vermieter und Banken prüfen die Quote ebenfalls, bevor sie einen Mietvertrag oder eine Baufinanzierung zusagen.

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