Energie

Wärmepumpen-Rechner

Gas oder Öl gegen Wärmepumpe: Vergleiche die jährlichen Heizkosten und sieh, wie viel du pro Jahr sparen kannst.

18.000kWh/a
5.000 kWh/a 40.000 kWh/a
12,0ct/kWh
6,0 ct/kWh 22,0 ct/kWh
90%
70 % 100 %
3,6
2,5 5,0
27,0ct/kWh
15,0 ct/kWh 45,0 ct/kWh
Ersparnis pro Jahr
1.050
Kosten alt / Jahr
2.400
Kosten WP / Jahr
1.350
Ersparnis in 15 J.
15.750

ℹ️ Reine Betriebskosten. Anschaffung, Förderung (BEG), Wartung und CO₂-Preis sind nicht enthalten.

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Wärmepumpe vs. Gas/Öl – was ist günstiger?

Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom macht. Eine JAZ von 3,6 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom 3,6 kWh Wärme werden. Je höher die JAZ und je günstiger dein Wärmepumpen-Stromtarif, desto klarer schlägt die Wärmepumpe fossile Heizungen.

Der Rechner ermittelt die Betriebskosten beider Systeme aus deinem Heizwärmebedarf. Bei der alten Heizung wird der Wirkungsgrad berücksichtigt (ältere Gaskessel liegen oft nur bei 80–85 %).

Drei Rechenbeispiele

Beispiel 1 – Durchschnittshaus (18.000 kWh Wärmebedarf): Gaspreis 12 ct/kWh, Wirkungsgrad 90 %, JAZ 3,6, WP-Strom 27 ct/kWh. Kosten Gas: 2.400 €/Jahr. Kosten WP: 1.350 €/Jahr. Ersparnis: 1.050 €/Jahr, in 15 Jahren rund 15.750 €.

Beispiel 2 – Altbau mit schlechter JAZ: Gleicher Bedarf, aber JAZ nur 2,8 (weil hohe Vorlauftemperatur nötig). Kosten WP: 1.736 €/Jahr. Ersparnis nur noch 664 €/Jahr. Bei JAZ unter 2,5 wird die WP teurer als Gas – für unsanierte Altbauten daher vorher dämmen.

Beispiel 3 – Neubau mit Fußbodenheizung: 10.000 kWh Wärmebedarf, JAZ 4,5 dank niedriger Vorlauftemperatur (35 °C). Kosten Gas: 1.333 €, Kosten WP: 600 €. Ersparnis: 733 €/Jahr. Im Neubau ist die WP der klare Sieger.

Wann lohnt sich die Wärmepumpe besonders?

  • Gut gedämmtes Haus mit niedriger Vorlauftemperatur (Flächenheizung/Fußbodenheizung).
  • Eigener Solarstrom: Mit PV-Anlage sinken die Stromkosten der WP weiter – je mehr Eigenverbrauch, desto besser.
  • Spezielle WP-Stromtarife: Viele Anbieter haben günstige Wärmepumpentarife um 22-27 ct/kWh.
  • Förderung mitnehmen: Bis zu 70 % Förderung (KfW/BAFA) für den Heizungstausch 2026.

Vier Tipps zum Wärmepumpen-Kauf

  1. Heizlastberechnung machen lassen: Ohne korrekte Heizlast droht eine unter- oder überdimensionierte WP – beides kostet Effizienz.
  2. JAZ garantieren lassen: Seriöse Anbieter garantieren eine Mindest-JAZ im Vertrag.
  3. Hydraulischer Abgleich: Pflicht bei Förderung, bringt 5-15 % Effizienzgewinn.
  4. Kombinieren mit PV: WP + PV + ggf. Speicher ist die ideale Kombi – die WP läuft dann mit eigenem Strom.

Aktuell 2026: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst den WP-Einbau mit 30-70 %. Gas- und Ölheizungen dürfen ab 2026 in Neubauten nicht mehr eingebaut werden.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Jahresarbeitszahl?

Werte ab 3,5 gelten als gut, moderne Anlagen im Bestand erreichen oft 3,0–4,0, im Neubau mit Fußbodenheizung auch darüber. Unter 2,8 wird es wirtschaftlich schwierig.

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

Ja, wenn die Vorlauftemperatur nicht zu hoch sein muss. Größere Heizkörper, gedämmte Fassade oder Fußbodenheizung helfen. Eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb ist ratsam.

Wie stark senkt eine PV-Anlage die WP-Kosten?

Läuft die Wärmepumpe tagsüber mit eigenem Solarstrom, sinken die Stromkosten spürbar. Im Winter ist der PV-Ertrag jedoch gering – der Großteil kommt dann aus dem Netz.

Ist die Anschaffung im Rechner enthalten?

Nein, der Rechner vergleicht die laufenden Betriebskosten. Für die Gesamtwirtschaftlichkeit musst du Investition abzüglich Förderung und die Wartung berücksichtigen.

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