E-Auto Ladekosten-Rechner
Zuhause an der Wallbox oder unterwegs laden: Berechne deine jährlichen Ladekosten, die Kosten pro 100 km und pro Monat.
ℹ️ Ohne Ladeverluste (real ca. 10–15 % Aufschlag) und ohne Grundgebühren von Ladekarten.
Wie der Ladekosten-Rechner rechnet
Aus Fahrleistung und Verbrauch je 100 Kilometer ergibt sich der Jahresstrombedarf. Diesen teilt der Rechner nach deinem Heimladeanteil auf: Der eine Teil wird mit deinem Haushaltsstrompreis bewertet, der andere mit dem Preis an öffentlichen Ladepunkten. Beides zusammen sind die Jahreskosten, aus denen sich die Werte je 100 Kilometer und je Monat ableiten.
Ein Beispiel, Schritt für Schritt
Mit den Startwerten: 13.000 Kilometer im Jahr, 18 Kilowattstunden je 100 Kilometer, 80 Prozent zuhause geladen, 33 Cent daheim, 55 Cent öffentlich.
- Strombedarf: 130 × 18 = 2.340 kWh
- Davon zuhause: 1.872 kWh × 0,33 € = 618 €
- Davon öffentlich: 468 kWh × 0,55 € = 257 €
- Kosten im Jahr: 875 €, also 73 € im Monat
- Kosten je 100 km: 6,73 €
Der Vergleichswert zum Verbrenner ist damit schnell gezogen: Ein Benziner mit 7 Litern auf 100 Kilometer liegt bei 1,75 Euro je Liter bei rund 12,25 Euro – also fast beim Doppelten. Die Rechnung kippt allerdings, sobald überwiegend an Schnellladesäulen geladen wird.
Ladeverluste: der Aufschlag, der oft fehlt
Der Rechner arbeitet mit der Energie, die im Akku ankommt. Bezahlt wird aber, was durch den Hauszähler geht – und dazwischen liegen Verluste in Ladegerät, Kabel und Batteriemanagement sowie die Klimatisierung des Akkus.
Realistisch sind 10 bis 15 Prozent Aufschlag beim Wechselstromladen zuhause. Aus 2.340 Kilowattstunden werden damit rund 2.690, aus 618 Euro Heimladekosten etwa 710. Bei kalten Temperaturen und kleinen Ladeleistungen liegen die Verluste noch höher, weil die Grundlast des Ladevorgangs über eine längere Zeit anfällt. Wer genauer rechnen will, erhöht schlicht den eingetragenen Verbrauch je 100 Kilometer um diesen Anteil.
Der Verbrauch schwankt stärker als gedacht
Die Voreinstellung von 18 Kilowattstunden ist ein Jahresmittel für ein kompaktes Fahrzeug. In der Praxis bewegt sich der Wert erheblich:
- Stadtverkehr, milde Temperaturen: 13 bis 16 kWh/100 km
- Landstraße, gemischt: 16 bis 19 kWh/100 km
- Autobahn bei 130 km/h: 22 bis 28 kWh/100 km
- Winter unter null Grad: Aufschlag von 20 bis 30 Prozent
Anders als beim Verbrenner ist der Stadtverkehr der günstigste Fall, weil beim Bremsen zurückgewonnen wird. Teuer wird dagegen die Autobahn, und zwar überproportional zur Geschwindigkeit.
Was der Rechner nicht abbildet
Bei den öffentlichen Kosten fehlen mehrere Posten, die den Preis je Kilowattstunde deutlich verschieben können. Grundgebühren von Ladetarifen fallen monatlich an, unabhängig von der geladenen Menge. Blockiergebühren werden nach Ablauf einer Freizeit minutengenau berechnet und können eine günstige Ladung im Nachhinein teuer machen. Und beim Roaming über einen fremden Anbieter liegen die Preise regelmäßig über dem Haustarif des Betreibers.
Auf der Heimseite fehlt die Anschaffung: Eine Wallbox kostet je nach Modell 500 bis 1.500 Euro, dazu kommt die Installation durch einen Elektrofachbetrieb, die je nach Leitungsweg zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Euro liegt. Ladeeinrichtungen sind beim Netzbetreiber anmeldepflichtig, ab mehr als 12 Kilowatt Anschlussleistung sogar genehmigungspflichtig – deshalb sind 11-Kilowatt-Wallboxen der verbreitete Standard.
Nicht enthalten ist schließlich die eigene Photovoltaik. Wer mit Überschuss lädt, ersetzt den Haushaltsstrompreis durch die entgangene Einspeisevergütung – im Beispiel also rund 8 statt 33 Cent. Das ist der mit Abstand größte Hebel bei den Ladekosten und der Grund, warum sich Elektroauto und Solaranlage gegenseitig wirtschaftlicher machen.
Wo du am meisten sparst
- Heimladeanteil erhöhen. Jeder Prozentpunkt, der von der Säule an die eigene Wallbox wandert, spart im Beispiel 22 Cent je Kilowattstunde.
- Ladetarife nach Nutzung wählen. Wer selten öffentlich lädt, fährt ohne Grundgebühr besser. Bei regelmäßiger Langstrecke rechnet sich ein Vertragstarif schnell.
- Wechselstrom statt Schnellladen. Gleichstromladen kostet fast überall deutlich mehr und belastet die Batterie stärker.
- Auf 80 Prozent laden. Der letzte Ladeabschnitt dauert am längsten und ist bei Blockiergebühren der teuerste – im Alltag genügt er selten.
Häufige Fragen
Wie viel kostet Laden pro 100 km?
Bei 18 kWh/100 km und 33 ct/kWh zuhause sind das rund 6 €. An teuren Schnellladern (60–79 ct) können es 11–14 € werden – deshalb lohnt Heimladen.
Was kostet eine Wallbox?
Die Wallbox selbst kostet meist 400–800 €, dazu kommt die Installation durch einen Elektriker (oft 500–1.500 €, je nach Aufwand). Regionale Förderungen gibt es zeitweise.
Lohnt sich Laden mit eigener PV-Anlage?
Ja, deutlich. Eigener Solarstrom kostet dich effektiv 8–12 ct/kWh statt 33 ct aus dem Netz. Ein Überschuss-Laden-Modus lädt gezielt, wenn die Sonne scheint.
Sind Ladeverluste berücksichtigt?
Nein, der Rechner nutzt den reinen Fahrzeugverbrauch. In der Praxis solltest du 10–15 % Ladeverluste aufschlagen – die tatsächlichen Kosten liegen also etwas höher.