Renditevergleich-Rechner
Vergleiche zwei Geldanlagen mit unterschiedlichen Renditen: Wie groß ist der Unterschied im Endkapital nach der gewählten Laufzeit?
ℹ️ Monatliche Verzinsung mit Zinseszins. Ohne Berücksichtigung von Kosten, Steuern und Inflation. Reine Rendite-Modellrechnung.
Renditevergleich – Zwei Geldanlagen objektiv vergleichen
Ob Tagesgeld vs. ETF, Riester vs. ETF-Sparplan oder Immobilie vs. Aktien – der direkte Renditevergleich ist die Basis jeder Anlageentscheidung. Dieser Rechner stellt zwei Anlageoptionen mit allen Kosten, Steuern und Laufzeiten gegenüber und zeigt den klaren Gewinner.
Warum dieser Rechner? Unser Gehirn ist schlecht darin, Zinseszinseffekte über lange Zeiträume zu vergleichen. Was auf den ersten Blick ähnlich aussieht, kann über 20 Jahre zehntausende Euro Unterschied machen.
So funktioniert der Renditevergleich-Rechner
Der Rechner simuliert parallel zwei beliebige Anlageoptionen mit individuellen Parametern: Startkapital, monatliche Sparrate, erwartete Rendite, Kosten (TER/Verwaltungsgebühr), Steuerbelastung und Laufzeit. Er zeigt beide Endkapitalien nebeneinander und rechnet aus, welche Option wie viel mehr bringt.
Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Tagesgeld vs. ETF-Sparplan
10.000 € Startkapital, 200 € monatlich. Tagesgeld: 1,5 % Zins (kaum Steuern, da unter Freibetrag). ETF: 6 % Rendite, 0,2 % TER, 18,5 % effektive Steuerlast. Nach 25 Jahren: Tagesgeld rund 87.000 €, ETF rund 168.000 €. ETF bringt fast das Doppelte.
Beispiel 2: Riester vs. ETF-Sparplan
200 € monatlich, 30 Jahre. Riester: 175 € staatliche Zulage + 0,5 % Rendite nach Kosten = Endkapital rund 78.000 €, aber lebenslange Verrentung. ETF: 6 % Rendite, 0,2 % TER = Endkapital rund 196.000 €. Riester bietet Sicherheit und Zulagen, ETF mehr Rendite und Flexibilität.
Beispiel 3: Immobilie vs. Aktien-ETF
100.000 € Eigenkapital. Immobilie: kauft 400.000 € Wohnung (25 % EK), 3,5 % Zins, 2 % Tilgung, 2 % Wertsteigerung, 1 €/qm Instandhaltung. ETF: 100.000 € Einmalanlage in MSCI World zu 6 %. Nach 20 Jahren: Immobilie etwa 220.000 € Vermögenszuwachs (inkl. Tilgung), ETF etwa 320.000 €. Aber: Immobilie bietet Hebel durch Fremdkapital und Steuervorteile.
4 Tipps für faire Renditevergleiche
- Immer die Nettorendite vergleichen: Steuern und Kosten machen den Unterschied. Ein Produkt mit 6 % Bruttorendite und 2 % Kosten ist schlechter als eins mit 5 % und 0,2 % Kosten.
- Risiko einbeziehen: Höhere Rendite = höheres Risiko. ETFs schwanken, Tagesgeld nicht. Vergleiche immer risikoadjustiert.
- Liquidität nicht vergessen: Immobilien sind illiquide, ETFs kann man in 2 Tagen verkaufen. Das ist ein realer Nachteil, den Renditevergleiche nicht zeigen.
- Steuervorteile einpreisen: Immobilien genießen nach 10 Jahren Spekulationsfrist Steuerfreiheit bei Verkauf. ETFs nicht. Solche Vorteile können die Rendite deutlich verschieben.
Häufige Fragen
Wie stark wirken 1–2 % Rendite-Unterschied?
Enorm: 200 € monatlich über 30 Jahre bei 7 % ergeben etwa 245.000 €, bei 5 % nur 167.000 €. Der Unterschied von knapp 80.000 € zeigt, warum sich das Achten auf Kosten und Rendite lohnt.
Welche Anlageform bringt welche Rendite?
Festgeld/Tagesgeld: 2–4 % (2026), Staatsanleihen: 2–4 %, breit gestreute ETFs: historisch 5–8 %, aktiv gemanagte Fonds: variabel, oft mit Kosten belastet. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Sind Kosten in der Rendite berücksichtigt?
Nein, die eingegebene Rendite sollte die Nettorendite nach Kosten sein. Ziehe also bei ETFs die TER (ca. 0,2 %) und bei aktiven Fonds die laufenden Kosten (oft 1–2 %) ab, bevor du die Werte eingibst.
Welche Rolle spielen Steuern beim Vergleich?
Auf Kapitalerträge fällt Abgeltungssteuer an (§ 25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer). Der Rechner zeigt das Ergebnis vor Steuern. Bei Anlagen mit Teilfreistellungen (z. B. Aktien-ETFs) ist die Steuerlast geringer als bei reinen Zinserträgen.