Photovoltaik-Rechner
Wie viel bringt deine PV-Anlage – und wann hat sie sich bezahlt gemacht? Ertrag, jährlicher Nutzen und Amortisation in Sekunden.
ℹ️ Vereinfachte Modellrechnung ohne Degradation, Strompreissteigerung, Wartung und Steuern. Reale Werte können abweichen.
Wie der Photovoltaik-Rechner rechnet
Der Rechner schätzt zunächst den Jahresertrag aus der Anlagenleistung (in kWp) und dem spezifischen Ertrag deines Standorts. In Deutschland liegt dieser meist zwischen 900 und 1.050 kWh pro kWp und Jahr – im sonnigen Süden höher als an der Küste.
Der Ertrag wird in zwei Teile zerlegt: Den Eigenverbrauch nutzt du direkt im Haus und sparst dafür den vollen Strompreis. Den Rest speist du ins Netz ein und erhältst die Einspeisevergütung. Beide Beträge zusammen ergeben deinen jährlichen finanziellen Nutzen. Die Amortisation ist die Investition geteilt durch diesen Nutzen.
Realistische Eigenverbrauchsquote
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei 25–35 %. Mit einem Batteriespeicher sind 55–75 % erreichbar – das erhöht die Ersparnis deutlich, kostet aber extra. Wärmepumpe, E-Auto oder eine flexible Waschmaschinen-Nutzung heben die Quote zusätzlich.
Drei Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1 – Kleine Anlage (5 kWp): 5 kWp, 1.000 €/kWp, 950 kWh/kWp spezifischer Ertrag, 30 % Eigenverbrauch, 35 ct/kWh, 8,1 ct/kWh Einspeisung. Jahresertrag: 4.750 kWh. Jährlicher Nutzen: ca. 880 €. Amortisation: 5,7 Jahre. Die kleine Anlage rechnet sich schnell.
Beispiel 2 – Große Anlage mit Speicher (12 kWp): 12 kWp bei 1.100 €/kWp, 65 % Eigenverbrauch mit Speicher. Jahresertrag: 11.400 kWh, Nutzen: ca. 2.700 €/Jahr. Amortisation mit Speicher: ca. 10 Jahre. Ohne Speicher (30 % EV): etwa 7,5 Jahre – der Speicher verlängert die Amortisation, erhöht aber die langfristige Ersparnis.
Beispiel 3 – Ost-West-Dach: 10 kWp (je 5 kWp Ost/West), 920 kWh/kWp (etwas weniger als reines Süddach), 35 % Eigenverbrauch. Jahresertrag: 9.200 kWh, Nutzen ca. 1.650 €. Der leichte Ertragsverlust wird durch bessere Verteilung über den Tag (morgens und abends) teilweise ausgeglichen – ideal für Haushalte mit Ganztagsverbrauch.
Mit oder ohne Speicher?
Ein Batteriespeicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 % auf 55–75 % und steigert damit die jährliche Ersparnis spürbar. Er kostet aber 4.000–10.000 € extra und verlängert oft die Amortisation. Faustregel: Rechne die Anlage zuerst ohne Speicher durch und prüfe dann, ob der Speicher seinen Mehrpreis über die Lebensdauer wieder einspielt. Wer eine Wärmepumpe oder ein E-Auto hat, profitiert am meisten, weil der Solarstrom dann fast vollständig selbst genutzt wird.
Vier praktische Tipps für deine PV-Anlage
- Dach voll belegen: Die Mehrkosten für zusätzliche Module sind gering – jedes kWp mehr bringt über 20 Jahre rund 3.000-4.000 € zusätzlichen Nutzen.
- Eigenverbrauch maximieren: Waschmaschine, Spülmaschine und E-Auto tagsüber laufen lassen. Zeitschaltuhren oder smarte Steckdosen helfen.
- Angebote vergleichen: Die Preisspanne pro kWp liegt zwischen 1.000 und 1.800 €. Drei Angebote einholen und genau vergleichen.
- Förderung prüfen: KfW-Kredit 270 für PV-Anlagen, regionale Förderprogramme der Bundesländer und Kommunen – oft zusätzlich zur EEG-Vergütung.
Aktuell 2026: Die Einspeisevergütung für kleine Dachanlagen (Teileinspeisung) beträgt 8,1 ct/kWh und wird bei Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert. Seit 2025 entfällt die EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Solarstrom komplett.
Häufige Fragen
Wie viel kWp brauche ich für mein Haus?
Als Faustregel gilt: pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch etwa 1 kWp. Ein 4-Personen-Haushalt mit 4.000 kWh liegt also bei rund 4–6 kWp – mehr, wenn Wärmepumpe oder E-Auto dazukommen.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von ~30 % auf 55–75 % und damit die Ersparnis. Ob er sich rechnet, hängt von Speicherpreis, Strompreis und deinem Verbrauchsprofil ab. Rechne beide Varianten durch.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für kleine Dachanlagen mit Teileinspeisung liegt sie 2026 bei rund 8 ct/kWh und wird bei Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert. Prüfe den aktuellen Satz der Bundesnetzagentur.
Ist der Rechner verbindlich?
Nein. Es ist eine transparente Modellrechnung zur ersten Orientierung. Für eine belastbare Auslegung hol dir ein individuelles Angebot eines Fachbetriebs.