Haus

Farbrechner (Streichen)

Gib die Maße deines Raums ein und erfahre, wie viel Farbe du für ein oder zwei Anstriche brauchst.

4,0m
1,5 m 10,0 m
3,5m
1,5 m 10,0 m
2,50m
2,00 m 4,00 m
4,0
0,0 m² 15,0 m²
8,0m²/L
5,0 m²/L 14,0 m²/L
2
1 3
Farbmenge gesamt
8,4L
Wandfläche
33,5
Eimer (5 L)
2Stk
Farbe je Anstrich
4,2L

ℹ️ Die Ergiebigkeit steht meist auf dem Farbeimer (typisch 6–10 m²/L). Raue oder saugfähige Untergründe verbrauchen mehr Farbe als glatte.

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Wie der Farbrechner rechnet

Zuerst bestimmt der Rechner den Raumumfang aus zweimal Länge plus zweimal Breite. Multipliziert mit der Raumhöhe ergibt das die Bruttowandfläche. Davon zieht er die angegebene Fläche für Fenster und Türen ab. Die verbleibende Wandfläche geteilt durch die Ergiebigkeit der Farbe ergibt den Bedarf für einen Anstrich, multipliziert mit der Anzahl der Anstriche die Gesamtmenge. Die Zahl der Eimer wird auf ganze Fünf-Liter-Gebinde aufgerundet.

Ein Beispiel, Schritt für Schritt

Mit den Startwerten: ein Raum von 4,0 mal 3,5 Metern bei 2,50 Metern Höhe, 4 Quadratmeter für Fenster und Türen, 8 Quadratmeter Ergiebigkeit je Liter, zwei Anstriche.

  • Umfang: 2 × (4,0 + 3,5) = 15,0 m
  • Wandfläche brutto: 15,0 m × 2,50 m = 37,5 m²
  • Abzüglich Öffnungen: 37,5 − 4,0 = 33,5 m²
  • Farbe je Anstrich: 33,5 ÷ 8 = 4,2 Liter
  • Gesamtmenge: 4,2 × 2 = 8,4 Liter, also 2 Eimer zu 5 Litern

Die Decke fehlt in dieser Rechnung

Das ist die wichtigste Einschränkung, und sie wird leicht übersehen: Der Rechner ermittelt ausschließlich die Wandflächen. Wenn du die Decke mitstreichen willst, kommt deren Fläche aus Länge mal Breite hinzu – im Beispiel oben 4,0 × 3,5 = 14 Quadratmeter, also gut vierzig Prozent mehr als bisher gerechnet.

Am einfachsten schlägst du die Deckenfläche auf die Öffnungen auf, indem du dort einen negativen Wert einträgst – oder du rechnest die Decke als zweiten Durchgang separat. Für 14 Quadratmeter Decke bei zwei Anstrichen und 8 m² je Liter kommen 3,5 Liter dazu.

Ergiebigkeit: der Wert vom Eimer

Die Voreinstellung von 8 Quadratmetern je Liter ist ein Mittelwert. Der tatsächliche Wert steht auf dem Gebinde und schwankt erheblich, weil er von zwei Dingen abhängt: der Farbe selbst und dem Untergrund, auf den sie kommt.

  • Glatter, gestrichener Putz: 8 bis 10 m² je Liter
  • Raufasertapete: 6 bis 7 m² je Liter
  • Grober Strukturputz: 5 bis 6 m² je Liter
  • Frischer, saugender Putz: deutlich weniger, hier gehört eine Grundierung darunter

Zwei Kennzahlen auf dem Eimer sagen mehr über die Qualität als der Preis. Die Deckkraftklasse reicht von 1 bis 4, wobei 1 die beste ist – eine Farbe der Klasse 1 deckt oft in einem Durchgang, wo eine der Klasse 3 zwei braucht. Die Nassabriebklasse läuft ebenfalls von 1 bis 5 mit 1 als bestem Wert und beschreibt, ob sich ein Fleck abwischen lässt. Für Küche, Flur und Kinderzimmer ist Klasse 2 oder besser die Investition wert.

Eine deckstärkere Farbe kann günstiger sein, obwohl der Eimer mehr kostet: Ein Anstrich weniger spart Material, aber vor allem einen kompletten Arbeitstag.

Was der Rechner nicht abbildet

Nicht enthalten ist die Grundierung. Auf stark saugendem Untergrund, auf Neuputz und auf Gipskarton gehört Tiefengrund darunter, sonst zieht die erste Farbschicht ungleichmäßig ein und das Ergebnis wird fleckig.

Ebenso wenig berücksichtigt der Rechner einen Farbwechsel. Von einem dunklen auf einen hellen Ton reichen zwei Anstriche selten – hier sind drei realistisch, oder ein Sperrgrund als erste Lage. Auch Nikotin- und Wasserflecken schlagen durch jede normale Wandfarbe und brauchen eine Isoliergrundierung.

Und die Rechnung geht von einer geschlossenen Wandfläche aus. Nischen, Erker, Dachschrägen und Heizkörpernischen verändern die Fläche spürbar; bei verwinkelten Räumen misst du besser Wand für Wand und addierst selbst.

Typische Fehler

  1. Zu knapp gekauft. Farbe aus zwei Gebinden derselben Sorte kann im Ton leicht abweichen. Kaufe die Gesamtmenge auf einmal und mische große Eimer vor dem Streichen untereinander.
  2. Öffnungen zu großzügig abgezogen. Rahmen, Laibungen und schmale Wandstreifen neben Türen wollen trotzdem gestrichen werden. Zieh nur die reine Glas- und Türblattfläche ab.
  3. Nass in trocken gearbeitet. Eine Wand wird in einem Zug fertig, ohne Pause in der Fläche. Trocknet eine Bahn an, bevor die nächste anschließt, bleibt die Kante sichtbar.
  4. Am Kreppband gespart. Billiges Band lässt Farbe unterlaufen und reißt beim Abziehen Putz mit. Abziehen, solange die Farbe noch leicht feucht ist.

Häufige Fragen

Wie viel m² deckt ein Liter Farbe?

Das hängt vom Produkt ab, typisch sind 6–10 m² pro Liter je Anstrich – der genaue Wert steht auf dem Eimer. Raue Untergründe verbrauchen mehr, glatte weniger.

Reicht ein Anstrich?

Bei einem Farbwechsel oder unbehandelten Wänden meist nicht – zwei Anstriche sind Standard für ein gleichmäßiges Ergebnis. Bei ähnlicher Vorfarbe kann ein Anstrich mit hochdeckender Farbe reichen.

Wie berechne ich Fenster und Türen richtig ab?

Addiere die Flächen aller Fenster und Türen im Raum (Breite × Höhe je Öffnung) und trage die Summe im Feld „Fenster & Türen“ ein – der Rechner zieht sie automatisch von der Wandfläche ab.

Sollte ich lieber zu viel oder zu wenig Farbe kaufen?

Lieber etwas mehr: Farbchargen können sich leicht im Farbton unterscheiden, und Nachkäufe aus einer anderen Charge sind oft sichtbar. 5–10 % Reserve ist eine sinnvolle Faustregel.

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