Heizlast-Rechner
Wie viel Kilowatt muss deine Heizung leisten? Schätze Heizlast, Jahres-Wärmebedarf und den ungefähren Brennstoffverbrauch.
ℹ️ Nur eine Überschlagsrechnung. Für die Auslegung einer Wärmepumpe ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb nötig.
Warum die Heizlast so wichtig ist
Die Heizlast ist die Leistung in Kilowatt, die deine Heizung bei tiefsten Außentemperaturen bereitstellen muss, um das Haus warm zu halten. Sie ist die zentrale Größe bei der Auslegung einer neuen Heizung oder Wärmepumpe: Ist die Anlage zu groß, taktet sie ineffizient; ist sie zu klein, wird es an kalten Tagen nicht warm.
Die überschlägige Formel lautet: Heizlast = Wohnfläche × spezifische Heizlast. Die spezifische Heizlast (in W/m²) hängt stark vom energetischen Zustand ab.
Richtwerte spezifische Heizlast
- Neubau (KfW-Effizienzhaus): 30–50 W/m²
- Gut saniert: 50–70 W/m²
- Teilsaniert: 70–100 W/m²
- Unsanierter Altbau: 100–140 W/m²
Rechenbeispiel
130 m² Wohnfläche, teilsaniert (70 W/m²): Die Heizlast liegt bei rund 9,1 kW. Bei 1.800 Vollbenutzungsstunden ergibt das etwa 16.400 kWh Wärmebedarf pro Jahr – umgerechnet grob 1.640 m³ Erdgas.
Für die Wärmepumpen-Planung ist die Heizlast entscheidend: Sie bestimmt, welche Geräteleistung du brauchst und bei welcher Vorlauftemperatur du fahren kannst.
Häufige Fragen
Wie genau ist die überschlägige Heizlast?
Sie liefert eine gute erste Größenordnung. Für die tatsächliche Auslegung – besonders bei Wärmepumpen – ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb Pflicht.
Was sind Vollbenutzungsstunden?
Eine Rechengröße, die angibt, wie viele Stunden die Heizung rechnerisch unter Volllast liefe, um den Jahresbedarf zu decken. In Deutschland liegt sie meist zwischen 1.600 und 2.100 Stunden.
Wie komme ich auf meine spezifische Heizlast?
Orientiere dich am energetischen Zustand: Je besser gedämmt, desto niedriger der Wert. Der Energieausweis oder ein Energieberater liefern belastbarere Zahlen.
Kann ich damit meinen Gasverbrauch prüfen?
Ja, als Plausibilitätscheck. Vergleiche den errechneten Wärmebedarf mit deiner letzten Gasabrechnung – große Abweichungen deuten auf einen anderen Dämmstandard oder Nutzerverhalten hin.