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Brennholz-Rechner

Wie viel Brennholz brauchst du für die Heizsaison? Berechne den Bedarf in Raummetern, die Kosten und den Festmeter-Wert.

12.000kWh/a
2.000 kWh/a 30.000 kWh/a
1.600kWh/rm
1.300 kWh/rm 2.100 kWh/rm
78%
55 % 90 %
100€/rm
50 €/rm 180 €/rm
Bedarf
9,6rm
Kosten/Jahr
962
entspricht
6,7fm

ℹ️ Heizwert je Raummeter gilt für lufttrockenes Holz (~20 % Restfeuchte). Frisches Holz hat einen deutlich geringeren Heizwert und schadet dem Ofen.

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Wie der Brennholz-Rechner rechnet

Der Rechner ermittelt zuerst, wie viel Wärme ein Raummeter Holz in deinem Ofen tatsächlich liefert: Heizwert mal Wirkungsgrad. Dein Wärmebedarf geteilt durch diesen Wert ergibt den Bedarf in Raummetern, multipliziert mit dem Preis die Jahreskosten. Zusätzlich rechnet er in Festmeter um, weil Holz auch in dieser Einheit gehandelt wird.

Ein Beispiel, Schritt für Schritt

Mit den Startwerten: 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf, 1.600 Kilowattstunden je Raummeter, 78 Prozent Wirkungsgrad, 100 Euro je Raummeter.

  • Nutzbar je Raummeter: 1.600 × 0,78 = 1.248 kWh
  • Bedarf: 12.000 ÷ 1.248 = 9,6 Raummeter
  • Kosten im Jahr: 9,6 × 100 € = 962 €
  • Entspricht: 9,6 × 0,7 = 6,7 Festmeter

Raummeter, Festmeter, Schüttraummeter

Drei Einheiten, die regelmäßig verwechselt werden – und beim Einkauf schnell 30 Prozent Preisunterschied bedeuten:

  • Festmeter (fm): ein Kubikmeter reines Holz ohne Zwischenräume. Die Einheit des Waldbesitzers.
  • Raummeter (rm), auch Ster: ein Kubikmeter ordentlich gestapeltes Scheitholz. Rund 30 Prozent davon ist Luft, deshalb entspricht ein Raummeter etwa 0,7 Festmetern.
  • Schüttraummeter (srm): ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz, wie es aus der Kiste kommt. Hier ist noch mehr Luft dabei – ein Schüttraummeter entspricht nur etwa 0,4 Festmetern oder 0,6 Raummetern.

Ein Angebot über „100 Euro je Meter" ist ohne die Einheit wertlos. Dieselbe Holzmenge kostet als Schüttraummeter angeboten rechnerisch deutlich mehr als gestapelt. Frag im Zweifel nach, in welcher Einheit geliefert wird, und ob das Holz gestapelt oder geschüttet ankommt.

Heizwert nach Holzart

Die Voreinstellung von 1.600 Kilowattstunden je Raummeter liegt im Mittelfeld. Entscheidend ist die Dichte der Holzart – je schwerer, desto mehr Energie im selben Volumen:

  • Buche: 1.900 bis 2.100 kWh/rm
  • Eiche und Esche: 1.900 bis 2.100 kWh/rm
  • Birke: rund 1.700 kWh/rm
  • Fichte und Tanne: 1.300 bis 1.500 kWh/rm

Nadelholz ist je Raummeter günstiger, liefert aber auch weniger Wärme – bezogen auf die Kilowattstunde nehmen sich die Holzarten deutlich weniger als der Preisunterschied vermuten lässt. Für den Dauerbrand ist Buche wegen der längeren Abbrandzeit im Vorteil, Nadelholz brennt schneller ab und eignet sich gut zum Anheizen.

Restfeuchte ist wichtiger als die Holzart

Alle genannten Heizwerte gelten für lufttrockenes Holz mit etwa 20 Prozent Restfeuchte. Frisch geschlagenes Holz hat 50 bis 60 Prozent, und das Wasser darin muss beim Verbrennen erst verdampft werden – Energie, die nicht in den Raum geht, sondern durch den Schornstein.

Der Effekt ist erheblich: Frisches Holz liefert nur rund die Hälfte der Wärme. Gleichzeitig entstehen Ruß und Glanzruß im Schornstein, was die Versottung fördert und die Brandgefahr erhöht. Die Erste Bundes-Immissionsschutzverordnung schreibt deshalb für Brennholz höchstens 25 Prozent Feuchte vor.

Buche und Eiche brauchen zwei bis drei Jahre zum Trocknen, Nadelholz und Birke ein bis zwei. Gelagert wird gespalten, überdacht und luftig – an der Wetterseite, nicht direkt an der Hauswand. Ein Holzfeuchtemessgerät kostet zwanzig Euro und beantwortet die Frage in Sekunden.

Was der Rechner nicht abbildet

Der eingetragene Wärmebedarf ist der Bedarf, den der Ofen decken soll – nicht zwangsläufig der des ganzen Hauses. Ein Kaminofen im Wohnzimmer beheizt einen Raum, keine Etage. Wer den Gesamtwärmebedarf einträgt, obwohl der Ofen nur zuheizt, erhält eine deutlich zu hohe Menge.

Der Wirkungsgrad schwankt außerdem stark nach Bauart: Ein offener Kamin kommt auf 15 bis 30 Prozent, ein einfacher Kaminofen auf 70 bis 78, ein moderner Ofen nach aktueller Stufe der Verordnung auf 80 bis 85 Prozent. Bei einem offenen Kamin verdreifacht sich der Holzbedarf gegenüber der Voreinstellung.

Nicht enthalten sind schließlich alle Nebenkosten: Anschaffung und Aufstellung des Ofens, die Abnahme durch den Schornsteinfeger, die jährliche Kehrung und Messung, sowie Lagerplatz und Arbeitszeit. Wer Holz selbst im Wald aufarbeitet, tauscht Geld gegen erhebliche Arbeit – und braucht dafür meist einen Motorsägenschein.

Typische Fehler

  1. Einheit nicht geprüft. Schüttraummeter statt Raummeter bestellt und ein Drittel weniger Holz bekommen.
  2. Zu früh verheizt. Holz, das erst einen Sommer lag, ist bei Buche noch nicht trocken. Messen statt schätzen.
  3. Falsch angezündet. Von oben anzünden statt von unten: weniger Rauch, weniger Feinstaub, sauberere Verbrennung.
  4. Luft gedrosselt für längeren Abbrand. Schwelbrand senkt den Wirkungsgrad, verrußt die Scheibe und den Schornstein und ist die häufigste Ursache für Beschwerden aus der Nachbarschaft.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Raummeter und Festmeter?

Ein Festmeter ist 1 m³ massives Holz, ein Raummeter 1 m³ geschichtetes Scheitholz inklusive Luftzwischenräume. 1 Raummeter entspricht etwa 0,7 Festmetern.

Welches Holz hat den höchsten Heizwert?

Harthölzer wie Buche, Esche und Eiche liefern pro Raummeter am meisten Energie. Nadelhölzer brennen schneller ab und haben einen geringeren Heizwert je Raummeter.

Warum muss Brennholz trocken sein?

Frisches Holz hat viel Wasser, das beim Verbrennen erst verdampfen muss – das senkt den Heizwert stark, rußt und schadet Ofen und Schornstein. Ideal sind unter 20 % Restfeuchte (1–2 Jahre gelagert).

Wie viel Holz für einen ganzen Winter?

Als grobe Orientierung braucht ein Haus, das allein mit Holz heizt, oft 8–15 Raummeter pro Saison. Der genaue Wert hängt an Dämmung, Ofen und Wohnfläche – rechne ihn oben aus.

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