Garten

Pool-Rechner

Rechteckig, rund oder oval: Wie viel Wasser fasst dein Pool – und was kostet das jährliche Nachfüllen?

Poolform Rechteckig
3,66m
1,50 m 15,00 m
3,00m
1,00 m 8,00 m
1,00m
0,50 m 2,50 m
30%
10 % 60 %
4,0€/m³
2,0 €/m³ 7,0 €/m³
Wasservolumen
10.980L
Volumen
11,0
Nachfüllmenge/Jahr
3.294L
Wasserkosten/Jahr
13

ℹ️ Rund: Durchmesser unter „Länge / Durchmesser“ – Breite wird ignoriert. Oval: Länge und Breite der Ellipse. Rechteck: Länge × Breite. Nachfüllanteil hängt von Sonne, Wind, Abdeckung und Filter ab.

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Wie der Pool-Rechner rechnet

Zuerst bestimmt der Rechner das Volumen – je nach gewählter Form auf drei verschiedenen Wegen. Beim Rechteckpool ist es Länge mal Breite mal Tiefe. Beim Rundpool rechnet er über den Radius mit der Kreisformel. Beim Ovalpool nutzt er die Ellipsenformel mit beiden Halbachsen. Aus dem Volumen in Kubikmetern folgt die Literzahl, aus dem Nachfüllanteil die jährliche Wassermenge und daraus mit deinem Wasserpreis die Kosten.

Ein Beispiel, Schritt für Schritt

Mit den Startwerten: rechteckiger Pool, 3,66 mal 3,00 Meter, 1,00 Meter Wassertiefe, 30 Prozent Nachfüllanteil, vier Euro je Kubikmeter.

  • Volumen: 3,66 × 3,00 × 1,00 = 10,98 m³ = 10.980 Liter
  • Nachfüllmenge im Jahr: 10.980 × 30 % = 3.294 Liter
  • Wasserkosten: 3,294 m³ × 4 € = 13,18 €

Bei runder Form trägst du den Durchmesser unter „Länge" ein, die Breite bleibt dann unberücksichtigt. Beim Ovalpool sind Länge und Breite die beiden Achsen der Ellipse.

Die Voreinstellung von 3,66 Metern ist kein Zufall: Sie entspricht zwölf Fuß und damit dem verbreitetsten Maß bei Aufstellpools.

Die Wasserkosten sind der kleinste Posten

Dreizehn Euro im Jahr klingen nach einem günstigen Vergnügen – und genau hier führt die Zahl in die Irre, wenn man sie für die Gesamtkosten hält. Der mit Abstand größte laufende Posten ist der Strom für die Filterpumpe.

Eine typische Filterpumpe zieht zwischen 250 und 600 Watt und sollte das Wasser täglich zwei- bis dreimal umwälzen. Bei acht Stunden Laufzeit an 150 Tagen sind das 300 bis 720 Kilowattstunden im Jahr, also bei 33 Cent rund 100 bis 240 Euro – das Zehn- bis Zwanzigfache der Wasserkosten. Wer eine Wärmepumpe zum Heizen einsetzt, verdoppelt oder verdreifacht diesen Betrag noch einmal.

Dazu kommen die Wasserpflege mit Chlor oder Aktivsauerstoff, pH-Regulierung und Flockungsmittel – je nach Poolgröße 50 bis 150 Euro pro Saison – sowie Filtermaterial, das regelmäßig getauscht wird.

Was den Nachfüllbedarf bestimmt

Die 30 Prozent Voreinstellung setzen sich aus mehreren Quellen zusammen, von denen die Verdunstung die größte ist. Ein ungeschützter Pool verliert bei Sonne und Wind täglich 3 bis 8 Millimeter Wasserstand – auf 11 Kubikmeter Volumen und knapp 11 Quadratmeter Fläche summiert sich das über eine Saison beträchtlich.

Der wirksamste Hebel ist deshalb eine Abdeckung. Eine simple Solarfolie senkt die Verdunstung um die Hälfte bis zu zwei Dritteln und hält gleichzeitig die Wärme im Becken, was die Heizkosten drückt. Sie ist die einzige Anschaffung rund um den Pool, die sich innerhalb einer Saison rechnet.

Weitere Verluste entstehen durch Rückspülen des Sandfilters, durch Wasser, das an Badenden und Spielzeug herausgetragen wird, und durch das Ablassen zum Saisonende.

Was der Rechner nicht abbildet

Er berücksichtigt weder Anschaffung noch Aufbau, weder Strom noch Chemie, weder Heizung noch Winterfestmachung. Für die tatsächlichen Jahreskosten eines mittleren Aufstellpools solltest du eher mit 250 bis 500 Euro rechnen als mit dem Wasserpreis allein.

Ein häufig übersehener Punkt sind die Abwassergebühren. In vielen Gemeinden wird Schmutzwasser nach dem bezogenen Frischwasser berechnet – dann zahlst du für das Poolwasser die Abwassergebühr mit, obwohl es nie in den Kanal gelangt. Manche Kommunen erstatten das auf Antrag oder verlangen umgekehrt eine Anzeige, wenn größere Mengen in die Kanalisation abgelassen werden. Ein Anruf beim zuständigen Amt klärt beides.

Beim Ablassen selbst gilt: Chlorhaltiges Wasser gehört nicht in den Garten oder in den Gully zum Regenwasserkanal. Nach mehreren Tagen ohne Chlorzugabe und bei neutralem pH-Wert ist die Versickerung auf dem eigenen Grundstück meist unproblematisch – verbindlich ist auch hier die kommunale Satzung.

Typische Fehler

  1. Filterlaufzeit zu kurz. Sparen an der Umwälzung kippt das Wasser und kostet am Ende mehr Chemie, als der Strom gekostet hätte.
  2. pH-Wert ignoriert. Außerhalb des Bereichs von 7,0 bis 7,4 wirkt Chlor kaum noch. Wer ohne pH-Kontrolle chlort, kippt Geld ins Becken.
  3. Ohne Abdeckung betrieben. Verdunstung, Wärmeverlust und Schmutzeintrag auf einmal – der teuerste Verzicht rund um den Pool.
  4. Zu tief für den Zweck. Jeder zusätzliche Zentimeter Tiefe kostet Wasser, Chemie und vor allem Heizenergie. Für Kinder sind 90 bis 100 Zentimeter meist völlig ausreichend.

Häufige Fragen

Wie berechne ich einen runden Pool?

Wähle die Poolform „Rund“ und gib den Durchmesser unter „Länge / Durchmesser“ ein. Die Breite wird dann nicht benötigt. Formel: π × (Durchmesser/2)² × Wassertiefe.

Wie berechne ich das Volumen bei unterschiedlicher Tiefe?

Verwende die durchschnittliche Wassertiefe (z. B. Mittelwert aus flachem und tiefem Bereich) für eine gute Näherung. Bei stark unterschiedlichen Zonen kannst du auch beide Bereiche einzeln berechnen und addieren.

Wie viel Wasser verdunstet ein Pool pro Tag?

Je nach Wetter, Windexposition und Poolgröße können das mehrere Millimeter Wasserstand täglich sein – bei ungünstigen Bedingungen ohne Abdeckung durchaus 1 % des Volumens pro Woche oder mehr.

Lohnt sich eine Pool-Abdeckung finanziell?

Ja, meist deutlich: Sie spart sowohl Wasser- als auch Heizkosten (bei beheizten Pools) und reduziert zusätzlich den Reinigungsaufwand durch weniger Laub und Schmutzeintrag.

Wie oft muss ich den Sandfilter rückspülen?

Meist einmal pro Woche oder wenn der Druckanzeiger einen spürbaren Anstieg zeigt. Jede Rückspülung verbraucht mehrere hundert Liter Wasser, die in die Nachfüllmenge einfließen.

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