Finanzen

Notgroschen-Rechner

Ermittle deinen empfohlenen Notgroschen und sieh, ob deine vorhandenen Rücklagen ausreichen.

2.000
500 € 10.000 €
3Monate
2 Monate 12 Monate
5.000
0 € 500.000 €
Empfohlener Notgroschen
6.000
Noch zu sparen
1.000

ℹ️ Empfehlung: 2–3 Monatsausgaben als Notgroschen. Diese Rücklage sollte leicht verfügbar sein, z. B. auf einem Tagesgeldkonto.

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Wie der Notgroschen-Rechner rechnet

Die Rechnung ist bewusst einfach: Deine monatlichen Ausgaben mal der Anzahl der Monate, die du abgesichert haben möchtest, ergeben den empfohlenen Notgroschen. Davon abgezogen wird, was du bereits zurückgelegt hast – übrig bleibt die Lücke, die noch zu schließen ist.

Ein Beispiel, Schritt für Schritt

Mit den Startwerten: 2.000 Euro monatliche Ausgaben, drei Monate Puffer, 5.000 Euro bereits vorhanden.

  • Empfohlener Notgroschen: 2.000 € × 3 = 6.000 €
  • Noch zu sparen: 6.000 € − 5.000 € = 1.000 €

Die Schlichtheit der Formel ist Absicht. Der Notgroschen ist keine Optimierungsaufgabe, sondern eine Frage der Ruhe: Er soll verhindern, dass eine kaputte Waschmaschine oder eine Autoreparatur zum Dispokredit führt.

Ausgaben heißt Ausgaben, nicht Einkommen

Der häufigste Fehler beim Ausfüllen: Viele tragen ihr Nettoeinkommen ein. Gemeint sind aber die tatsächlichen monatlichen Ausgaben – und die liegen bei den meisten Haushalten spürbar darunter, weil ein Teil des Einkommens gespart oder investiert wird.

Rechne zusammen, was wirklich abfließt: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität, Telefon und Internet, Kita oder Schule, Abos. Nicht dazu gehören Sparraten und Altersvorsorge – die kannst du im Ernstfall aussetzen, das ist ja gerade der Sinn der Übung.

Wer es genauer will, nimmt die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate und teilt die Summe aller Abflüsse abzüglich Sparbeträge durch zwölf. Das fängt auch die unregelmäßigen Posten ein – Versicherungsjahresbeiträge, Urlaub, Weihnachten –, die in einer Monatsbetrachtung sonst durchrutschen.

Wie viele Monate sind richtig

Die verbreitete Empfehlung von drei Monatsausgaben ist ein Ausgangspunkt, kein Gesetz. Sie hängt vor allem daran, wie sicher dein Einkommen ist und wie schnell du im Ernstfall wieder eines hättest:

  • Unbefristet angestellt oder verbeamtet, zwei Einkommen im Haushalt: 2 bis 3 Monate
  • Unbefristet, aber Alleinverdiener: 3 bis 4 Monate
  • Befristet oder in einer Branche mit häufigen Wechseln: 4 bis 6 Monate
  • Selbstständig oder mit stark schwankendem Einkommen: 6 bis 12 Monate

Nach oben verschieben sollten den Wert außerdem: Wohneigentum mit laufender Kreditrate, ein älteres Auto, auf das man angewiesen ist, Kinder, und ein Beruf, für den es regional wenige Alternativen gibt. Nach unten spricht ein Haushalt mit zwei unabhängigen, sicheren Einkommen.

Wo der Notgroschen liegen sollte

Drei Eigenschaften zählen, und Rendite gehört nicht dazu:

  1. Jederzeit verfügbar. Innerhalb von ein bis zwei Werktagen auf dem Girokonto. Ein Tagesgeldkonto erfüllt das, Festgeld mit Bindung nicht.
  2. Wertstabil. Der Betrag darf nicht schwanken. Genau dann, wenn du das Geld brauchst – bei Jobverlust in einer Wirtschaftskrise –, stehen Aktien und Fonds erfahrungsgemäß tief.
  3. Getrennt vom Alltagskonto. Was auf dem Girokonto liegt, wird ausgegeben. Ein eigenes Konto schafft die nötige Hemmschwelle.

Der Notgroschen ist damit ausdrücklich keine Geldanlage, sondern eine Versicherung. Dass die Inflation an ihm zehrt, ist der Preis für die Verfügbarkeit – und deutlich günstiger als ein Dispokredit, der schnell zweistellig verzinst wird.

Was der Rechner nicht abbildet

Er kennt deine Verpflichtungen nicht. Wer eine Immobilie finanziert, sollte zusätzlich prüfen, ob eine Restschuldversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung die größeren Risiken abdeckt – der Notgroschen überbrückt Wochen und Monate, nicht Jahre.

Ebenfalls nicht berücksichtigt sind absehbare Großausgaben. Ein Auto, das in zwei Jahren ersetzt werden muss, oder eine anstehende Heizungserneuerung gehören nicht in den Notgroschen, sondern in einen eigenen Topf. Sonst ist die Rücklage im Ernstfall bereits verplant.

Und ein praktischer Hinweis zur Reihenfolge: Wer noch teure Schulden hat, etwa einen laufenden Dispo oder Konsumkredit, fährt meist besser damit, zuerst einen kleinen Puffer von ein bis zwei Monatsausgaben aufzubauen, dann die teuren Schulden zu tilgen und erst danach auf die volle Zielgröße zu gehen.

Häufige Fragen

Wie viel Notgroschen ist sinnvoll?

Als Faustregel: 2–3 Nettomonatsgehälter oder Monatsausgaben – für Angestellte. Selbstständige und Freiberufler sollten eher 6 Monate einplanen, weil ihr Einkommen unregelmäßiger sein kann.

Wo sollte ich den Notgroschen aufbewahren?

Auf einem Tagesgeldkonto – täglich verfügbar und sicher. Nicht in Aktien oder ETFs, da der Notgroschen im Notfall sofort und ohne Kursrisiko verfügbar sein muss.

Wofür ist der Notgroschen gedacht?

Für unerwartete Ausgaben wie eine kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur, die Zahnarztrechnung oder eine vorübergehende Arbeitslosigkeit. Keinesfalls für geplante Urlaube oder Konsumausgaben.

Sollte ich zuerst den Notgroschen ansparen oder Schulden tilgen?

Ein kleiner Notgroschen (1–2 Monate) sollte auf jeden Fall vorhanden sein, bevor du aggressive tilgst – sonst zwingt dich jeder Engpass in neue Schulden. Darüber hinaus gilt: Hochzinsige Schulden zuerst tilgen, dann den Notgroschen weiter ausbauen.

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