Mehrwertsteuer-Rechner
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in deinem Preis? Berechne brutto, netto und den MwSt.-Betrag für 19 % und 7 %.
ℹ️ Der reguläre Satz beträgt 19 %, der ermäßigte für Lebensmittel, Bücher u. a. 7 %. Netto = Brutto / (1 + Steuersatz/100).
Mehrwertsteuer – Der stille Preistreiber
Die Mehrwertsteuer (MwSt.) ist mit Abstand die wichtigste Steuer in Deutschland – sie bringt dem Staat über 250 Milliarden Euro jährlich. Für dich bedeutet sie: Fast jeder Einkauf ist 19 % teurer als der Netto-Grundpreis. Dieser Rechner trennt Netto, Brutto und MwSt.-Betrag und hilft dir, Angebote, Rechnungen und Verträge sauber zu vergleichen.
Warum dieser Rechner? Ob als Selbstständiger, bei Handwerker-Angeboten oder im Auslandseinkauf – Netto und Brutto zu verwechseln kann teuer werden. Der Rechner schafft Klarheit.
So funktioniert der Mehrwertsteuer-Rechner
Der Rechner nutzt den aktuellen deutschen MwSt.-Satz. Du gibst einen Betrag ein und wählst, ob es sich um einen Netto- oder Bruttobetrag handelt – der Rechner zeigt sofort den Gegenwert und die enthaltene Steuer. Für ermäßigte Produkte (Bücher, Lebensmittel, Hotelübernachtungen) gibt es den reduzierten Satz von 7 %.
Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Bruttopreis entzaubern
Ein Handwerker bietet dir eine Leistung für 5.950 € brutto an. Auf Nettobasis wären das 5.000 € – die 950 € gehen direkt ans Finanzamt. Als Privatperson kannst du die MwSt. nicht absetzen, sie ist für dich echte Kostenbelastung.
Beispiel 2: Nettopreis für Selbstständige
Du bist Freelancer und kalkulierst einen Auftrag mit 10.000 € netto. Dein Kunde will den Bruttopreis wissen: 11.900 € inkl. 19 % MwSt. Wenn du versehentlich 10.000 € brutto anbietest, verschenkst du 1.900 €.
Beispiel 3: Ermäßigter Steuersatz
Ein Buch kostet 21,40 € brutto (7 % MwSt.). Der Netto-Buchpreis ist 20,00 € – nur 1,40 € sind Steuer. Die Buchpreisbindung in Deutschland setzt übrigens am Bruttopreis an, daher zahlen alle gleich.
4 Tipps zur Mehrwertsteuer
- Als Privatperson: Brutto ist dein Preis. Du kannst die MwSt. nicht absetzen. Vergleiche daher immer Bruttopreise, nicht Netto.
- Als Unternehmer: Immer Netto kalkulieren. Die Vorsteuer holst du dir vom Finanzamt zurück – die MwSt. ist für dich ein durchlaufender Posten.
- Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG): Bis 22.000 € Umsatz/Jahr (2026) kannst du auf MwSt.-Ausweis verzichten. Deine Kunden zahlen dann nur Netto – attraktiv für Privatkunden.
- Grenzüberschreitende Geschäfte: Innerhalb der EU gilt das Reverse-Charge-Verfahren für B2B – du musst die MwSt. selbst abführen. Informiere dich vorher, sonst drohen Nachzahlungen.
Aktuell 2026: Der reguläre MwSt.-Satz beträgt 19 %, der ermäßigte 7 %. Eine Erhöhung auf 21 % / 8 % wird diskutiert, ist aber noch nicht beschlossen.
Häufige Fragen
Wann gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 %?
Der ermäßigte Satz gilt für die meisten Lebensmittel, Bücher und Zeitungen, Eintrittskarten für Kultur und Sport, öffentlichen Nahverkehr, Übernachtungen und einige weitere Produkte (§ 12 UStG).
Wann gilt 19 % und wann 7 %?
Grundsätzlich gilt 19 % auf alle Waren und Dienstleistungen. 7 % ist eine Ausnahme für bestimmte Güter des täglichen Bedarfs. Im Zweifel gilt der höhere Satz.
Was ist der Unterschied zwischen MwSt. und USt.?
Die Begriffe werden meist synonym verwendet. Umgangssprachlich Mehrwertsteuer (MwSt.), das Steuergesetz spricht von Umsatzsteuer (USt.). Beide meinen dasselbe.
Kann ich die MwSt. als Privatperson abziehen?
Nein, Privatpersonen zahlen den Bruttopreis. Nur Unternehmen mit Umsatzsteuerpflicht können die gezahlte MwSt. als Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen.