Inflations-Rechner
Was ist dein Geld in ein paar Jahren noch wert? Berechne den Kaufkraftverlust durch Inflation und den nötigen Ausgleichsbetrag.
ℹ️ Vereinfachte Modellrechnung mit konstanter Inflationsrate. Reale Inflationsraten schwanken und können von der persönlichen Teuerung abweichen.
Inflation – Der unsichtbare Vermögensvernichter
Inflation ist die schleichende Entwertung deines Geldes. Was heute 1.000 € kostet, braucht bei 2 % Inflation in 20 Jahren bereits 1.486 € – ein stiller Kaufkraftverlust von fast 50 %. Dieser Rechner zeigt dir, was dein Geld in Zukunft noch wert ist und wie viel Rendite du mindestens erzielen musst, um den Kaufkraftverlust auszugleichen.
Warum dieser Rechner? Wer seine Sparziele ohne Inflationsbereinigung plant, täuscht sich gewaltig. 100.000 € in 30 Jahren sind bei 3 % Inflation nur noch rund 40.000 € in heutiger Kaufkraft wert.
So funktioniert der Inflationsrechner
Der Rechner wendet die jährliche Inflationsrate auf deinen Betrag an und zeigt dir den realen Wert nach der gewählten Laufzeit. Er funktioniert auch umgekehrt: Du kannst berechnen, wie viel du heute anlegen musst, um in X Jahren einen bestimmten inflationsbereinigten Betrag zu haben. Die historische Durchschnittsinflation in Deutschland lag seit 2000 bei etwa 2,0 % pro Jahr, mit Ausreißern wie 2022 (6,9 %).
Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Kaufkraftverlust bei 2 % Inflation
10.000 € heute, 2 % Inflation, 20 Jahre: Die Kaufkraft beträgt dann nur noch rund 6.730 €. Du verlierst fast ein Drittel – ohne dass irgendwo Geld abgebucht wird.
Beispiel 2: Was 3 % Inflation anrichten
Gleiche 10.000 €, aber 3 % Inflation über 25 Jahre: Kaufkraft nur noch rund 4.780 €. Der Unterschied von einem Prozentpunkt kostet dich über 25 Jahre fast 2.000 € zusätzlich an Kaufkraft.
Beispiel 3: Sparziel inflationsbereinigt planen
Du willst in 25 Jahren 200.000 € (heutige Kaufkraft) haben. Bei 2 % Inflation brauchst du nominal etwa 328.000 €. Wenn du mit 200.000 € planst, landest du real nur bei etwa 122.000 € – ein gravierender Fehler in der Altersvorsorge.
4 Tipps zum Schutz vor Inflation
- Geld nicht auf Giro-/Tagesgeldkonten parken: 0-1 % Zinsen minus 2-3 % Inflation = sicherer Kaufkraftverlust. Investiere in Sachwerte.
- Aktien und Immobilien als Inflationsschutz: Unternehmen können Preise anpassen, Immobilien steigen mit der Inflation. Beide Anlageklassen haben historisch die Inflation geschlagen.
- Inflationsindexierte Anleihen: Bund gibt inflationsgeschützte Anleihen aus, deren Wert mit der Inflation steigt. Sicher, aber renditeschwach.
- Regelmäßige Gehaltsanpassung verhandeln: Dein Gehalt sollte mindestens um die Inflation steigen, sonst verdienst du jedes Jahr real weniger. Das ist in Deutschland leider nicht selbstverständlich.
Häufige Fragen
Was bedeutet Kaufkraftverlust?
Kaufkraftverlust beschreibt, dass du für denselben Geldbetrag in Zukunft weniger kaufen kannst. Bei 2,5 % Inflation sind 100 € nach 20 Jahren nur noch etwa 61 € wert.
Wie hoch ist die Inflation in Deutschland?
Die EZB strebt 2 % an. In den letzten Jahren lag sie teils deutlich darüber (2022: 6,9 %, 2023: 5,9 %). Für langfristige Planungen rechnen viele mit 2–3 % jährlicher Inflation.
Wie kann ich mein Geld vor Inflation schützen?
Sachwerte wie Aktien, ETFs und Immobilien bieten langfristig einen gewissen Inflationsschutz. Tagesgeld und Sparbuch schützen dagegen kaum vor Kaufkraftverlust.
Was ist die persönliche Inflationsrate?
Die offizielle Inflationsrate ist ein Durchschnitt. Deine persönliche Teuerung kann je nach Konsumverhalten abweichen – wer viel Energie verbraucht oder häufig essen geht, spürt Preissteigerungen stärker.