Festgeld-Rechner
Wie viel bringt dein Festgeld nach Ablauf? Berechne Endkapital und Zinsertrag für einmalige Anlagebeträge.
ℹ️ Jährliche Zinsverzinsung mit Zinseszins. Ohne Berücksichtigung von Abgeltungssteuer, Soli und Kirchensteuer.
Festgeld – Sicher parken mit Plan
Festgeld ist die einfachste und risikoloseste Form der Geldanlage: Du legst einen festen Betrag für einen festen Zeitraum zu einem garantierten Zinssatz an. Keine Kursschwankungen, keine Überraschungen – dafür überschaubare Rendite. Dieser Rechner zeigt dir, was nach Zins und Steuer auf deinem Konto landet.
Warum dieser Rechner? Die Zinsangebote der Banken unterscheiden sich stark. Mit dem Rechner vergleichst du verschiedene Laufzeiten und Zinssätze und siehst sofort den Nettoertrag.
So funktioniert der Festgeld-Rechner
Der Rechner verzinst dein Kapital einmal jährlich (kein Zinseszinseffekt bei unterjährigen Laufzeiten). Am Ende der Laufzeit werden Kapitalertragsteuer und Soli abgezogen – unter Berücksichtigung deines Sparerpauschbetrags. Ergebnis: dein garantiertes Endkapital.
Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Standard-Festgeld
10.000 €, 4 % Zinsen, 3 Jahre Laufzeit. Zinsertrag: 400 € pro Jahr = 1.200 € gesamt. Liegt über dem Sparerpauschbetrag (1.000 €), daher auf 200 € Steuer: ca. 53 €. Endkapital netto: 11.147 €.
Beispiel 2: Längere Laufzeit
10.000 €, 3,5 % Zinsen, 5 Jahre. Zinsertrag: 350 € × 5 = 1.750 €. Steuer auf 750 €: ca. 198 €. Endkapital: 11.552 €. Die geringere Rendite bei längerer Laufzeit ist der Preis für die Zinsgarantie.
Beispiel 3: Zinsstaffel mit verschiedenen Laufzeiten
Bank A bietet 4,2 % für 1 Jahr, Bank B 3,8 % für 3 Jahre. Bei 10.000 €: Bank A bringt nach einem Jahr 420 € minus Steuer (unter Freibetrag) = 420 € netto. Bank B bringt 1.140 € minus Steuer auf 140 € (ca. 37 €) = 1.103 € netto. Die kürzere Laufzeit hat die höhere jährliche Rendite – aber danach muss neu angelegt werden.
4 Tipps für dein Festgeld
- Einlagensicherung prüfen: In der EU sind 100.000 € pro Bank und Kunde gesetzlich geschützt. Bei Beträgen darüber auf mehrere Banken verteilen.
- Zinstreppe bauen: Teile dein Geld in 3-4 Tranchen mit verschiedenen Laufzeiten (1, 2, 3, 5 Jahre). So kommt jedes Jahr etwas frei und du profitierst von steigenden Zinsen.
- Ausländische Banken vergleichen: Banken in Schweden, Frankreich oder Österreich zahlen oft 0,5-1 % mehr als deutsche Banken – bei gleicher Einlagensicherung.
- Nicht zu viel in Festgeld: Rendite nach Inflation und Steuern ist oft negativ. Festgeld nur für den Sicherheitsanteil (Notgroschen, geplante Anschaffungen) nutzen.
Häufige Fragen
Was ist Festgeld?
Festgeld ist eine Geldanlage mit festem Zinssatz und fester Laufzeit (meist 1–10 Jahre). Du legst einmalig einen Betrag an und bekommst ihn samt Zinsen am Ende zurück – ohne Kursrisiko und ohne Verfügbarkeit während der Laufzeit.
Wie unterscheidet sich Festgeld von Tagesgeld?
Tagesgeld ist täglich verfügbar, aber der Zinssatz kann sich jederzeit ändern. Festgeld hat einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit – dafür kommst du vorher nicht an dein Geld.
Welche Festgeld-Laufzeit ist optimal?
Das hängt von deiner Planung und der Zinserwartung ab. Bei normaler Zinsstruktur bringen längere Laufzeiten höhere Zinsen. Möchtest du flexibel bleiben oder steigende Zinsen mitnehmen, wähle kürzere Laufzeiten.
Welche Steuern fallen auf Festgeld-Zinsen an?
Auf die Zinserträge fällt Abgeltungssteuer an (25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer). Liegen deine gesamten Kapitalerträge unter dem Sparerpauschbetrag (1.000 €/2.000 €), bleibt das Festgeld steuerfrei.