ETF-Sparplan-Rechner
Wie wächst dein ETF-Vermögen mit monatlichen Sparraten? Berechne Endkapital, Einzahlungen und Ertrag – inklusive Fondskosten.
ℹ️ Modellrechnung mit gleichbleibender Rendite und monatlicher Verzinsung. Tatsächliche Renditen schwanken – ETFs unterliegen Kursschwankungen.
ETF-Sparplan – Langweilig, aber genial
ETFs (Exchange Traded Funds) sind die einfachste und günstigste Art, breit gestreut zu investieren. Ein Sparplan automatisiert das: Monatlich wird ein fester Betrag in einen ETF investiert – ohne Timing, ohne Aufwand. Über Jahrzehnte nutzt du den Cost-Average-Effekt und den Zinseszins gleichzeitig.
Warum dieser Rechner? Er zeigt dir, was aus deinem Sparplan realistisch werden kann – inklusive Gebühren und Inflation. So triffst du fundierte Entscheidungen statt auf Hoffnung zu setzen.
So funktioniert der ETF-Sparplan-Rechner
Der Rechner simuliert die monatliche Einzahlung in einen ETF mit durchschnittlicher Rendite. Er berücksichtigt die Sparrate, die erwartete Rendite (5-7 % p.a. sind historisch realistisch für breite Aktien-ETFs wie MSCI World), die Laufzeit und TER (Gesamtkostenquote) des ETFs. Die Inflation kannst du optional gegenrechnen.
Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Der Standard-Sparplan
200 € monatlich in einen MSCI-World-ETF, 6 % Rendite, 0,2 % TER, 25 Jahre Laufzeit. Endkapital: rund 138.000 €. Davon sind etwa 78.000 € eigene Einzahlungen und 60.000 € Rendite. Nach Inflation (2 %) beträgt die Kaufkraft etwa 85.000 € in heutigem Geld.
Beispiel 2: Der Unterschied zwischen 5 % und 7 % Rendite
200 € monatlich, 25 Jahre, 0,2 % TER. Bei 5 % Rendite: rund 119.000 € Endkapital. Bei 7 % Rendite: rund 162.000 €. 2 Prozentpunkte mehr Rendite = 43.000 € mehr am Ende. Darum lohnt sich die Wahl eines breit streuenden, günstigen ETFs.
Beispiel 3: Einmalanlage vs. Sparplan
Du hast 10.000 € Startkapital plus 200 € monatlich bei 6 % über 20 Jahre: Endkapital rund 168.000 €. Ohne das Startkapital (nur Sparplan): rund 92.000 €. Die 10.000 € zu Beginn bringen über 20 Jahre zusätzliche 76.000 € – der Zinseszins arbeitet.
4 Tipps für deinen ETF-Sparplan
- Wähle einen thesaurierenden ETF: Er legt Dividenden automatisch wieder an – so nutzt du den Zinseszins maximal. In Deutschland sind thesaurierende ETFs zudem steuerlich vorteilhaft.
- Bleib bei der Marktrendite: Versuche nicht, den Markt zu timen. Der Cost-Average-Effekt (gleicher Betrag jeden Monat) kauft bei niedrigen Kursen mehr Anteile – das ist mathematisch optimal.
- Ignoriere Börsencrashs: In 25 Jahren gibt es 5-7 Crashs. Wer investiert bleibt, profitiert von der Erholung. Wer verkauft, macht Verluste dauerhaft.
- Freibetrag nutzen: In Deutschland sind 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei (Sparerpauschbetrag). Stelle bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag, sonst zahlt der ETF-Sparplan unnötig Steuern.
Häufige Fragen
Welche Rendite ist bei ETFs realistisch?
Breit gestreute Aktien-ETFs (z. B. MSCI World) haben historisch etwa 7–9 % pro Jahr erzielt – vor Kosten und Inflation. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Was bedeutet TER?
TER (Total Expense Ratio) sind die jährlichen laufenden Fondskosten. Ein ETF mit 0,22 % TER kostet bei 10.000 € nur 22 € im Jahr – ein aktiver Fonds mit 1,5 % dagegen 150 €. Der Unterschied summiert sich über Jahrzehnte auf tausende Euro.
Wie viel sollte ich monatlich in ETFs sparen?
Schon 50–100 € monatlich machen über Jahrzehnte einen großen Unterschied. Als Orientierung: 10–15 % des Nettoeinkommens gelten als gute Sparquote für den Vermögensaufbau.
Was ist der Vorteil eines Sparplans?
Ein Sparplan kauft regelmäßig zu unterschiedlichen Kursen – dadurch glätten sich Kursschwankungen (Cost-Average-Effekt). Du musst nicht den richtigen Einstiegszeitpunkt finden und bleibst diszipliniert dabei.