Bauspar-Rechner
Berechne die Ansparphase und die spätere Darlehensrate deines Bausparvertrags – vom ersten Sparbetrag bis zur Komplett-Finanzierung.
ℹ️ Vereinfachte Rechnung: 40 % der Bausparsumme müssen angespart sein. Ohne Abschlussgebühr, Bewertungszahl und genaue Zuteilungskriterien.
Bausparer – Der Klassiker, neu durchgerechnet
Der Bausparvertrag ist ein deutsches Unikat: Du sparst einen Teil an, bekommst dann ein zinsgünstiges Darlehen – und die Konditionen stehen von Anfang an fest. In Zeiten steigender Zinsen kann ein Bausparer ein kluges Zins-Hedge sein. Dieser Rechner zeigt dir, ob sich ein Bausparer für dich lohnt.
Warum dieser Rechner? Bausparer haben komplexe Kosten: Abschlussgebühr (1-1,6 %), niedrige Sparzinsen (0,1-1 %), dann günstiges Darlehen (2-4 %). Die Mischung macht den Vergleich mit normalen Krediten schwierig – der Rechner rechnet alles sauber durch.
So funktioniert der Bauspar-Rechner
Der Rechner teilt den Bausparer in Sparphase und Darlehensphase. In der Sparphase zahlst du ein, bekommst mickrige Zinsen und die Abschlussgebühr wird fällig. In der Darlehensphase zahlst du das Bauspardarlehen ab – zu garantiertem Zins. Der Rechner vergleicht das mit einem normalen Bankkredit über die gleiche Gesamtlaufzeit.
Rechenbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Klassischer 50.000 € Bausparer
Bausparsumme 50.000 €, 40 % Ansparung (20.000 €), Abschlussgebühr 1,6 % (800 €), Sparzins 0,5 %, Darlehenszins 3,5 %. Nach 7 Jahren Ansparung kommen 30.000 € Darlehen, Laufzeit ca. 8 Jahre. Gesamtkosten (Zinsen+Abschluss): ca. 6.200 €. Bankkredit alternative: 50.000 € zu 4,5 % über 15 Jahre = ca. 15.600 € Zinsen. Bausparer spart hier deutlich.
Beispiel 2: Bausparer als reiner Zinssicherer
Nur Mindestansparung (30 %), Rest sofort als Darlehen, keine langjährige Sparphase. Abschlussgebühr 1,6 %, Darlehenszins 3,5 % garantiert. Wenn die Marktzinsen in 5 Jahren bei 6 % stehen, ist der Bausparer Gold wert. Stehen sie bei 3 %, war er ein Verlust. Das ist die Wette.
Beispiel 3: Wohnungsbauprämie nutzen
Du zahlst jährlich 700 € in den Bausparer (maximal geförderter Betrag für die Wohnungsbauprämie). Der Staat gibt 10 % obendrauf = 70 €/Jahr, maximal 700 € in 10 Jahren. Bei verheirateten Paaren das Doppelte. Das verbessert die Rendite spürbar.
4 Tipps zum Bausparer
- Bausparer als Zins-Hedge: Hauptmotiv für einen Bausparer sollte die Zinssicherung sein, nicht die Sparrendite. In einem Niedrigzinsumfeld ist er oft unattraktiv.
- Wohnungsbauprämie mitnehmen: Wer zu versteuerndes Einkommen unter 35.000 € (Ledig) bzw. 70.000 € (Verheiratet) hat, bekommt 10 % auf 700 € Sparbeitrag/Jahr.
- Nur so viel Bausparsumme wie nötig: Die Abschlussgebühr wird auf die gesamte Bausparsumme fällig – nicht nur auf den tatsächlich angesparten Teil.
- Zuteilungsreife planen: Der Bausparer muss mindestens 30-50 % der Bausparsumme angespart haben und eine Mindestlaufzeit (oft 7 Jahre) erreichen. Ohne Zuteilungsreife kein Darlehen.
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein Bausparvertrag?
In der Ansparphase sparst du monatlich einen Teil der Bausparsumme an (meist 30–50 %) und erhältst oft niedrige Guthabenzinsen. Nach Zuteilung bekommst du das Bauspardarlehen zu einem festen, meist günstigen Zinssatz – unabhängig von den dann aktuellen Marktzinsen.
Wie viel muss ich ansparen?
Üblich sind 30–50 % der Bausparsumme – je nach Tarif und Bausparkasse. Wir rechnen standardmäßig mit 40 %. Die genauen Bedingungen hängen von der Bewertungszahl und deinem individuellen Tarif ab.
Lohnt sich ein Bausparvertrag 2026?
Das hängt vom aktuellen Zinsniveau ab. Der große Vorteil: Du sicherst dir heute schon den Darlehenszins für später. In Zeiten steigender oder unsicherer Zinsen ist das attraktiv. Der Nachteil: Die Guthabenzinsen sind oft sehr niedrig.
Wann wird mein Bausparvertrag zugeteilt?
Die Zuteilung hängt von der Bewertungszahl ab – je mehr du einzahlst und je länger du sparst, desto schneller. Zusätzlich muss dein Vertrag die Mindestspardauer erreicht haben. Genaue Infos gibt es bei deiner Bausparkasse.